Mirabilia 2

e-Journal für Geschichte der Antike und des Mittelalters
ISSN 1676-5818

Direção - Board of Directors
Ricardo da COSTA
Moisés Romanazzi TÔRRES
Adriana ZIERER


Das Göttliche mitteilen: Sprache, Kunst und Mystik

Darstellung der Heiligen Dreifaltigkeit und der göttlichen Essenz aus einem Manuskript des Werkes "Arbor scientiae" des katalanischen Philosophen und Theologen Ramon Llull (1232-1316). In: Ex Bibliotheca Apostolica Vaticana, Vat.
lat. 3468, fol. 238v.

Dezember 2002 - Sonderausgabe


Präsentation


Mit großer Freude präsentieren wir diese zweite Ausgabe des e-Journals Mirabilia (www.revistamirabilia.com), das jährlich unter der Leitung von  Ricardo da Costa (Ufes/Brasil), Adriana Zierer (Uema/Brasil) und Moisés Romanazzi Tôrres (Ufsj/Brasil) erscheint. Auf Einladung der genannten brasilianischen Organisatoren hin soll mit dieser zweiten Nummer, die von Alexander Fidora (J. W. Goethe-Universität - Frankfurt/Deutschland) und Jordi Pardo Pastor (Universitat Autònoma de Barcelona/Spanien) koordiniert wird, eine internationale Ausgabe entstehen.

In dem Bestreben, den für die Erforschung der Geschichte der Antike und des Mittelalters im weitesten Sinne offenen Charakter von Mirabilia mit der Notwendigkeit einer leitenden Problemstellung für diese zweite Nummer der Zeitschrift zu verbinden, haben die ad-hoc-Herausgeber beschlossen, die Beiträge zu Mirabilia 2 unter die breite Thematik “Das Göttliche mitteilen: Sprache, Kunst und Mystik” zu stellen. Unter diesem offenen Titel werden die verschiedensten Beiträge zum Thema der Kommunikation des Göttlichen oder Absoluten – mit all den Schwierigkeiten und Widersprüchen, die dieses Thema einschließt – von der Antike bis ins Mittelalter hinein versammelt in der Hoffnung, so gleichfalls die reiche Vielfalt der beteiligten Welten – von der altindischen, griechischen, über die jüdische, die christliche und die islamische – sowie ihrer jeweiligen kulturellen Produktionen auf den Gebieten der Literatur, der Philosophie, der Kunst usw. zu repräsentieren.

Es erübrigt sich die Feststellung, daß die damit in den Blick genommene Fragestellung nicht nur die räumlichen und kulturellen Grenzen überschreitet, sondern auch die zeitlichen Grenzen transzendiert. So ist das Streben, das Göttliche oder, wenn man diese Formulierungen vorzieht, das Absolute, das Sein, die Wahrheit usw., mitzuteilen, ganz offensichtlich eine jener allgemein gültigen anthropologischen Konstanten, die die menschliche Natur als solche charakterisieren. Nichts haben daher die Texte und Kontexte von einst für den Leser oder Betrachter von heute an Bedeutung eingebüßt, wenn sie nur mit der angemessenen Sorgfalt wiedergelesen und -betrachtet werden.

Gerade dieser sorgfältigen Relektüre oder Revision ist der zweite Band von Mirabilia gewidmet. So beginnt Mirabilia 2 mit einem Artikel von Edrisi Fernandes (UFRGN - Brasilien), der das Leitthema der Zeitschrift im Hinblick auf die altindische Weisheit untersucht. Es folgen Beiträge über die griechische Antike von Ciléa Dourado (Instituto Brasileiro de Filosofia e Ciência Raimundo Lúlio - Brasilien), José Francisco de Moura (Brasilien) und Maria Simone Cabral Marinho (UEP - Brasilien), die  die Wahrnehmung des Göttlichen für diesen Zeitraum beleuchten. Hierauf folgen einige Untersuchungen zur christlichen Kultur und ihrer Sicht auf das Göttliche von Paulo Augusto Nogueira (UMESP - Brasilien), Ofelia Manzi und Patricia Grau-Dieckmann (Universidad Nacional de Buenos Aires - Argentinien), Klaus Militzer (Ruhr-Universität-Bochum - Deutschland), Carmen Lícia Palazzo (UniCEUB - Brasilien), Jan G. J. ter Reegen (UECE - Brasilien), Adriana Zierer (Brasilien), Jordi Pardo Pastor (ARCHIVIVM LVLLIANVM - Universitat Autònoma de Barcelona - Spanien), Klítia Loureiro und Ziza Scaramussa (Brasilien), Raúl Gutiérrez (Pontificia Universidad Católica del Perú). Anna Akasoy (J. W. Goethe-Universität Frankfurt - Deutschland) analysiert Aspekte der Konzeptualisierung des Göttlichen auf der Grenze zwischen byzantinischer und islamischer Kultur; Márcia Siqueira de Carvalho (UEL - Brasilien) handelt von jüdischer Geographie und ihrem Beitrag zum Thema der Zeitschrift.

Wir danken allen, die sich an dieser Ausgabe mit ihrer je spezifischen Sicht auf das Thema beteiligt haben.
 

Die Koordinatoren von Mirabilia 2:
Alexander Fidora
(Goethe-Universität Frankfurt/Deutschland und ARCHIVIVM LVLLIANVM - Universitat Autònoma de Barcelona / Spanien)
und Jordi Pardo Pastor
(ARCHIVIVM LVLLIANVM - Universitat Autònoma de Barcelona/Spanien) und Instituto Brasileiro de Filosofia e Ciência Raimundo Lúlio)

Please, the correct form to quote the number of this journal is:

FIDORA, Alexander y PARDO PASTOR, Jordi (coord.). Mirabilia 2. Expresar lo Divino: Lenguaje, Arte y Mística. Revista Eletrônica de História Antiga e Medieval. Alemania/Barcelona, Diciembre de 2002. Internet: www.revistamirabilia.com

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